Suche
  • Jörg Malinowski

Arbeitsplatzkonflikte - neue Lösungspotenziale durch mediationsbasiertes Coaching

Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter*innen führen oft zu einem Gang vor das Arbeitsgericht. Das Arbeitsrecht kennt nur "schwarz" und "weiß", Recht oder Unrecht. Aber geht es darum wirklich?


Hier ein Beispiel aus der Praxis:


Eine Mitarbeiter*in ist seit 20 Jahren im Unternehmen tätig und seit fast 2 Jahren krank. Sie bekommt demnächst kein Krankengeld mehr, ist im Fachjargon "ausgesteuert". Sie müsste nun eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragen, die ihr aber meist kein finanzielles Auskommen sichert. Sie meldet sich also wieder zur Arbeit und beansprucht erst einmal ihren restlichen Urlaub. Das Unternehmen befürchtet weitere Kosten durch künftige Krankzeiten. Was ist zu tun?


Das Arbeitsrecht bietet nicht viele Möglichkeiten; schnell - meist zu schnell erfolgt die Kündigung durch das Unternehmen mit anschließendem Prozess vor dem Arbeitsgericht. Dieser dauert oft mehrere Jahre und verursacht hohe Kosten oder führt zu einem vom Gericht "verordneten" Vergleich, der an der Realität vorbeigeht. Richter sind eben keine Berater.


Unternehmen und Mitarbeiter*in wünschen sich in diesen Situationen oft Handlungsempfehlungen und eine Prozessbegleitung.


So könnte ein mediationsbasiertes Coaching aussehen:


  1. Gemeinsam werden die Fakten gesammelt und das Leistungsvolumen der Mitarbeiter*in durch Unterstützung des Betriebsarztes ermittelt. Dies wird mit der betrieblichen Realität abgeglichen. Hier entsteht oft eine kaum überwindbare Kluft. Diese kann aber durch eine mediationsbasierte Beratung beider Seiten überwunden werden, indem die beiderseitigen Interessen in den Mittelpunkt gestellt werden. Es geht nicht darum, wer Recht hat, sondern wer was braucht.

  2. Der Mediator veranlasst die Parteien zur gegenseitigen Verständigung und hilft als kundiger Berater auch bei der Inanspruchnahme weiterer möglicher Sozialleistungen. So kann oftmals ein Arbeitsplatz erhalten oder aber eine einvernehmliche Trennung vermittelt werden.

  3. Auch ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BeM) kann so gestaltet werden.

Ein präventives und mediationsbasiertes Coaching ist gut geeignet, spätere teure Rechtsstreite zu verhindern. Näheres in unserer Beratung. Wir freuen uns auf Sie!

8 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Seit kurzem bin ich über das Expertennetzwerk für Cooperative Lösungen auch mit den Kolleg:inne aus Österreich vernetzt. Spezialist:innen für konsensuale Konfliktlösungen in Familie und Arbeitswelt ar

Am 07.10.2022 bieten Gertrud Wölke und ich einen Intensivierungsworkshop in Cooperativer Praxis als online-Webinar an. Die Veranstaltung ist für bereits in CP ausgebildete Interessent:innen konzipiert

Vom 01.09. bis zum 03.09.2022 findet ein Präsenzseminar zur Ausbildung in Cooperativer Praxis in Berlin statt. Gertrud Wölke und ich freuen uns sehr, dass wir nun auch wieder in Präsenz arbeiten könne